Karl Georg Naumann (1827-1902) - "Der Gelehrte in seinem Studierzimmer"

(aus Wikipedia:)

In seinem 1867 angefertigten Gemälde "Der Gelehrte in seinem Studierzimmer" porträtiert er
einen älteren Mann in dessen kleiner Dachstube.
Er ist im Lichte vergleichsweise großer Fenster umgeben
von Büchern und in Mappen geordneten Manuskripten.
Er macht allerdings alleine schon aufgrund der geringen Größe des Zimmers
einen verarmteren Eindruck als Spitzwegs ähnliche Bilder.

Ein zum Trocknen aufgespannter Regenschirm in der Ecke
darf wohl als Hommage an Spitzwegs "Der arme Poet" gedeutet werden.

Humoristisch gebrochen wird das Bild durch zwei Katzen,
die Chaos stiften, und beispielsweise das Tischtuch herunter gerissen haben,
wodurch ein Tintenfass umgekippt und eine Dose mit Schreibsand heruntergefallen sind
und ein Krug mit einem überkochenden Heißgetränk auf einem
auf dem Schreibtisch platzierten Dreifuß umzukippen droht.

Eilig aufgesprungen hat der Mann seinen Stuhl umgeworfen,
dessen Stoffbezug zwar wesentlich abgenutzter ist als jener in Spitzwegs Gemälde,
allerdings die gleiche lichtblaue Färbung aufweist.

Es kann davon ausgegangen werden, dass Spitzweg das Werk Naumanns kannte,
es vielleicht auch näher in Augenschein genommen und es zumindest für Anregungen genutzt hat.
Seinen eigenen Naturforscher stellte er acht Jahre später in ernsthafterem, konzentrierterem Umfeld
ohne Störung der Szenerie dar und fügte noch zahlreiche Forschungsmaterialien hinzu.



Carl Spitzweg (1808-1885) - "Der Naturforscher"