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25. August 2011




Folge 9

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Noch mal das Bild von gestern Abend in Erinnerung rufen ...



... nochmal das Licht sehen, dass unsere Träume mit in den Abendhimmel genommen hat.

Dann die erste Nacht im fremden Bett ... was wir dort träumen, wird wahr.

Was Ihr geträumt habt, weiß ich nicht ... mein Traum war es,
dass die Leser hier voll Freude und Gastfreundschaft für Heidi, unsere Gastgeberin,
diese Reise begleiten ... und alle, die das Schiff, das Meer, eine solche Reise oder mich nicht mögen,
die winken uns einfach vom Kai aus zu und gucken, wie wir immer kleiner werden.

Die aktuellen Reisetage gehen bis einschl. Freitag,
danach macht die Sommerreise wieder eine Pause ... bis sie dann wieder weiter geht.

Und nun: schnarch ... wir liegen in der Kabine und sägen den Wald des Meeres ab.
Ich habe mein eigenes Kopfkissen mitgenommen, das mache ich immer so,
wenn ich woanders übernachte ... und ich könnte mir vorstellen,
dass so einige private Kopfkissen diese Kreuzfahrt mitmachen ;)).

Schließlich wollen wir morgens bestgelaunt und gutgeschlafen aufwachen ...



... und auf dem Weg zum Frühstück ein Containterschiff bestaunen.

Heute ist ein sogenannter "Seetag" ...

Karte: NordNordWest/Wikipedia (Lizenz cc by sa 3.0)



... denn unser erstes Ziel ist ja Talinn und da müssen wir ganz schön schippern,
bis wir die ganze Ostsee durchquert haben ... so weit, dass wir heute nicht
an Land ankommen können ... drum gucken wir halt, was wir auf See sehn.

Eigentlich dachten wir ja, dass wir auf einem Schiff sind ... aber über Nacht ...



... ist irgendwie ein Raumschiff draus geworden.

"Was solls" sagen wir und gehen im Raumschiff Enterprise einfach weiter:



Wir rufen "beam me up to the Frühstücksraum", doch Scotty ist auch noch ungefrühstückt
und schickt uns im Tran in die Umlaufbahn des Kugelsterns ...



... im schwarz-weiß-grün-System.

Wir springen schnell auf einen der fliegenden Unterteller ...



... und fliegen direkt in ... den "Sternhaufen Klo1284" ...


... und dort finden wir eine weiße Sonne, einen Spiegelplaneten mit 6 Ringen ...



... und eine große Menge bunter, quadratischer Meteoriten.

Wir schütteln den Kopf, murmeln "das kann doch gar nicht sein",
rufen "Spock, komm raus", schließen die Augen ... und als wir sie wieder öffnen,
finden wir uns überraschenderweise in der Kantine des Raumschiffes Enterprise wieder:



Ein 80 Zentimeter großer dunkelblauer Außerirdischer meint lästernd "gell, das letzte Bier gestern Abend war schlecht",
wir antworten "Blödmann" und er schreit empört zurück "ich habe kein Geschlecht".

Wir beißen in seine Nase ...



... und wachen aus unserem Traum auf.


Wir gehen frühstücken.

Während der Kaffee in uns rinnt,
wird uns so langsam klar,
dass wir immer nur auf der Aidablu waren
und einfach nur
ein paar Übergänge, die futuristisch gestaltet sind
das Casino
die toll gestylten sanitären Räume
und eine Bar mit bunten Lichtern
gesehen hatten ... auf dem Weg zum Frühstück.

Wir murmeln "ach quatsch, wir waren doch im Raumschiff gewesen" und lächeln bei dem Gedanken,
wie schön doch die Welt mit ein wenig Fantasie sein kann.

Unsere Flausen im Kopf verschwinden schlagartig,
als wir uns bei der Seenotrettungsübung wiederfinden:



Wir üben den Notfall und als wir dann komplett auf dem Deck versammelt sind ...



... herrscht in uns große Freude, dass wir den Notfall nur üben
und wir bald wieder Luft zum Atmen haben.

Diese Übungen werden nur theoretisch gemacht ... also organisatorisch durchgespielt,
es werden dabei kein Boot ins Wasser oder Leute auf ein Boot gelassen.

Knapp zwei Stunden später ist der Spuk längst vorbei ...



... und der Kapitän begrüßt uns persönlich auf seinem Schiff.

Danach tanzen noch ein paar Hupfdohlen freundlich vor sonniger Dekoration ...

... und wir hüpfen schnell in den Schafraum:



Schafraum ?

Na gut, man könnte auch ...



... "Zimmer, in dem man sich fast wie zu Hause fühlt" sagen ... für ein Euro pro Wäscheladung ist man dabei ...



... und weiß stets, wenn man das Bügeln so sehr vermisst,
wo man dann hin kann, um sein Leiden zu beenden.

Wir gehen wieder an Deck ...



... und fragen uns "was machen wir denn hier" ?

Ist zwar im grünen Bereich, aber nicht wirklich heimelig hier.
Aber doch wichtig ... denn das wird unser Platz, von dem aus
wir unsere Bilder vom Meer fotografieren werden.


Leute, es gibt hier nichts, was es nicht gibt ... und es gibt auch Kunstauktionen auf dem Schiff:



Die Auktionen beginnen mit 10 Euro, aber dabei bleibt es nicht.
Ein echtes, von Udo Lindenberg gemaltes Bild geht für 2000-3000 Euro über den Auktionstisch.

Es gibt auch "blinde Auktionen", bei denen ein verhängtes Bild ersteigert werden kann,
d.h. man sieht nicht, was man da "kauft" und öfter wurden für solche Überraschungsbilder
über 200 Euro bezahlt ... die Bilder sind kein Ramsch (und es ist auch mal ein Janosch dabei),
doch ob sie gefallen, ist bei einer solchen Auktion natürlich Glücksache.
Aber eines auf jeden Fall: ein Erlebnis, an das man noch lange denken wird
und das man evtl. sogar nach der Reise ins Wohnzimmer hängen kann.

Käffchen in der Sonne ??

Aber gerne doch ...



... aber immer ans wärmende Westchen denken.

Das Meer an sich ist ja friedlich ...



... doch wenn ein so großes Schiff kommt, dann gibt das richtig schöne Wellen.

Ein paar Minuten später schiebt sich eine Wolke vor die Sonne
und das nutzt die Heidi sofort für das erste atemberaubende Meerfoto:



Wir unterbrechen mal eben und gehen nach drinnen ...



... unseren Begrüßungscocktail schlürfen.

Erdbeer-Karamell ... ohne Alkohol ... damit lassen wir uns direkt bestechen ;).

Danach aber schnell wieder an Deck, denn dort ist ...



... mehr Meer und dramatische selbstgemachte Wellen.

Unser erster Seetag geht zu Ende ...



... die Sonne lächelt uns an ... und wir lächeln zurück.

Wir denken nochmal an das Raumschiff Enterprise (beep), die Rettungsübung (sos),
den Bügelraum (hach), den Drink (schlürf) und das Meer (plätscher).

Übrigens: alle Bilder im und vom Schiff aus (und auch später die auf dem Land)
wurden von Heidi fotografiert ... die dankens- und liebenswerter Weise
uns mit ihren Impressionen diese Reise ermöglicht.

Der Text ... nu ja ... der ist auf meinem Mist gewachsen (klapper) ;).

[ wird fortgesetzt ]



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